Südafrikanisches Brass Ensemble besucht Großenheidorn

Vom 05. bis zum 09. Juli 2016 besuchte das Arcadia/Tornham Moravian Brass Ensemble den Posaunenchor Steinhuder Meer-Großenheidorn. Im Rahmen ihrer mehrwöchigen Deutschlandreise wurden die 12 Bläserinnen und Bläser aus Port Elisabeth und Tornham von uns betreut und haben in unseren Familien gelebt. Am Dienstag trafen die Gäste am Abend ein und wurden mit Musik im Thomashaus durch den Ortsbügermeister Manfred Wenzel und unseren Pastor Carsten Dorow begrüßt. Nach einem gemeinsamen Abendessen und dem klären von einigen organisatorischen Maßnahmen ging es auch schon in die Gastfamilien. Allen Gastfamilien bereits an dieser Stelle herzlichen Dank für die Bereitschaft, unsere südafrikanischen Freunde bei sich aufzunehmen.

Am Mittwoch ging es dann mit dem Zug nach Hannover zu einer in Englisch geführten Stadtbesichtigung entlang des Roten Fadens, die Anja Steuernagel organisiert hatte. Bevor es mit dem Zug zurückging, gab es noch die Gelegenheit zum Shoppen oder zu weiteren Erkundungen in Hannover.

Am Abend trafen sich beide Chöre beim SVG Seglerverein Großenheidorn zum gemeinsamen Abendessen. Chormitglieder brachten Salate mit und Jens Reichel schmiss den Grill an und bereitete für uns sehr lecker Würstchen und Fleisch auf seinem Grill. Im Anschluss wurde auf dem Vereinsgelände erstmals eine gemeinsame Probe durchgeführt. Wir bereiteten uns dabei auf die gemeinsame Serenade für den Donnerstag vor. Die Stücke fanden großen Anklang bei den anwesenden Vereinsmitgliedern  des Seglervereins. Eine besondere Überraschung hatte Daniela Reichel noch für unsere Gäste vorbereitet. Nach der Probe und nachdem sich der Wind etwas gelegt hatte konnten die Gäste ihre erste Fahrt in einem Segelboot erleben. Besonderer Dank geht dabei an die Eheleute Iris und Gert Findel vom SVG Großenheidorn, die gekonnt mit unseren Gästen bei beginnendem Sonnenuntergang einen Segelturn auf dem Meer unternahmen. So ging auch dieser Tag, etwas anstrengend aber schön, bei einem tollen Sonnenuntergang am Meer zu Ende.

 

Am Donnerstag wurde sich um 10:00 Uhr am Gemeindehaus in Großenheidorn zu einer Fahrradtour getroffen. Die Gäste wurden dabei von uns mit Fahrrädern ausgestattet. Daniela und Jens Reichel hatten entlang des Rundweges um das Meer eine sehr schöne Fahrradtour organisiert. Verpflegung und Getränke wurden in Packtaschen mitgenommen und an verschiedenen Stellen während eines Haltes ein Picknick gemacht. Daniela hatte diverse Pausen eingeplant, da das Fahrrad in Südafrika ein nicht übliches Fortbewegungsmittel ist. Während der Tour hatte Holger Kipp mit einigen Mitteln kurzerhand einen Altar aufgebaut, ihn etwas dekoriert und mitten in der Natur eine kleine Andacht in englischer Sprache gehalten.

Harald Müller organisierte für den Nachmittag eine Besichtigung der (Wind-)Mühle Paula in Steinhude. Herr Büsselberg vom Mühlenverien erklärte unseren Gästen die Funktionsweise der Mühle und da ausreichend Wind vorhanden war, wurde auch das Windrad zum Drehen gebracht.

Am Abend musizierten wir dann an der Promenade beim Ratskeller in Steinhude unsere Serenade. Zahlreiche Besucher hörten sich unsere Musik an, blieben stehen und hörten zu und gönnten sich somit eine kleine Auszeit. Um 21:00 Uhr trafen wir uns dann im Thomashaus zum gemeinsamen Public Viewing zum EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich. Leider hat das zusätzliche Daumendrücken der südafrikanischen Gäste, die mit uns alles gegeben hatten, nicht gereicht und unsere Mannschaft schied nach der 0:2 Niederlage leider aus.

 

Für Freitag hatten wir uns vorgenommen, mit unseren Gästen eine Schiffstour in Minden auf dem Mittellandkanal und der Weser zu unternehmen. Nachdem wir gestartet waren mussten wir leider die Fahrt aus technischen Gründen an der Schleuse beenden. Die Schleuse hatte einen Stromausfall und konnte das Schleusentor nicht schließen. Kurzerhand landeten wieder an und besichtigten den Mindener Dom. Ein beeindruckendes Bauwerk mit einer tollen Akustik. Sabine Müller wies die Besucher auf Englisch in den Dom ein. Faszinierend war der Gesang des Arcadian/Tornham Ensembles im Dom. Sie stimmten vierstimmige traditionelle Lieder ihrer Kirche an. So klingt Gospel also richtig.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem chinesischen Restaurant ging es dann zurück in die Familien zum Relaxen, denn am Abend stand ja noch das Konzert des Arcadian/Tornham Moravian-Brass-Ensembles an. Gegen 19:00 Uhr begann dann das Konzert in unserer gut gefüllten Thomaskirche. Neben uns bekannten Chorälen wie z.B. „O Haupt voll Blut und Wunden“ begeisterte das Ensemble immer wieder mit Stücken aus Südafrika mit ihrem ureigenen Groove. Ferner zog das Ensemble uns Zuhörer auch mit ihrem mehrstimmigen Gesang von Liedern der Moravian-Church in ihren Bann. So war es nur folgerichtig, dass das Konzert mit einem sehr langanhaltenden Applaus endete. Der Abend klang dann mit von den Chormitgliedern vorbereiteten leckeren Dips bei einem gemütlichen Beisammensein  im Thomashaus aus.

 

 

Am Samstag war es dann soweit. Nach einem bayrischen Frühstück mit Weißwurst, Laugenstangen und süßem Senf mussten wir uns dann von unseren lieben Gästen aus Südafrika verabschieden. In einem großen Kreis gab Pastor Dorow dem Brass-Ensemble einen Reisesegen und wir sangen noch das Lied „Möge die Straßen uns zusammenführen…“. Vor der Abfahrt gab es viele Tränen und das Versprechen sich sobald als möglich wieder zu sehen, in Deutschland oder in Südafrika……..