Sommer-Bläserrüstzeit auf der Insel Langeoog

Auch in diesem Jahr wurde den jugendlichen Bläsern und Bläserinnen des Posaunenchores wieder eine Ferienaktion mit Spiel, Spaß, Begegnungen und Musik angeboten.

 

In den letzten beiden Jahren waren dies noch Freizeiten in Großenheidorn und Bergkirchen und dauerten lediglich ein verlängertes Wochenende. So zog es uns in diesem Jahr für 12 Tage vom 27. Juli bis zum 07. August auf die Ostfriesische Nordseeinsel Langeoog. Erstmals wurde die Veranstaltung mit einer weiteren Gruppe von Jugendlichen aus Bergkirchen um Pastor Zoske durchgeführt. Die Idee dazu entstand bereits im Spätsommer des vergangenen Jahres bei einem Gespräch zwischen dem Chorleiter Jörg Nickel und Pastor Zoske.

Die Reise begann also am Montag, den 27. Juli mit einer kurzen Andacht in der St. Katharinen-Kirche in Bergkirchen, leider bei mäßigem Wetter. Immer wieder regnete es. Der erste Tag war von der Anreise mit Bus und Fähre und der Inselbahn, die Lokomotiven stammen übrigens ursprünglich aus den Beständen der Steinhuder-Meer-Bahn, und dem Einrichten in unserer Unterkunft geprägt. Diese befand sich sehr zentral in der Nähe des Ortskerns von Langeoog. Schnell wurden die Zimmer bezogen und eine Regenpause für eine erste Fahrradtour genutzt. Leider waren die nächsten zwei Tage immer noch sehr feucht. Dem Wetter trotzend begannen wir jedoch die Insel mit Fahrradtouren und Wanderungen unsicher zu machen. Am Strand suchten wir Muscheln, die dann bemalt als Namensschilder dienten, und die der Tischdienst zu jeder Mahlzeit auf den Tischen verteilte. Auch stand ein erster Besuch des Hallenbades an. Das Wellenbad vermittelte schon mal den ersten Eindruck der Wellen, die mit Sicherheit noch in der Nordsee an den nächsten Tagen folgen sollten.

Natürlich wurde auch geprobt. Direkt nach dem Frühstück ging es los. Hierbei wurde schon mal ein neues „Einblasheft“ getestet, welches in den Posaunenchor nach den Sommerferien eingeführt wird. Nach technischen Übungen die mit Mundstück und einem Stück Schlauch durchgeführt wurden, ging es weiter mit dem Vertiefen von Tonleitern bevor dann Lieder aus dem Choralbuch und Stücke aus dem Bläserheft 2014 gespielt wurden. Zu erwähnen sei noch, dass Pastor Zoske eifrig am Blasen mit Mundstück und Schlauch teilnahm. Die erfahrenen jugendlichen Bläser wie Justin Haarstick und Leonard Steuernagel betreuten im Einzelunterricht einige Jungbläser. So wuchs schnell eine homogene Gruppe zusammen. Gegen Abend gab es noch eine zweite Übungseinheit, in der verschiedene Musikstücke gespielt wurden. Unterstützt wurden die Proben durch den Auhäger Benjamin Adam mit seinem Cajon. Hierbei handelt es sich um ein Rhythmusinstrument, mit dem er die Stücke toll zum „grooven“ brachte.

 

 

 

Da das Wetter ab Donnerstag deutlich besser wurde, standen von da ab natürlich ausgiebige Strandbesuche auf dem Plan. Hier spielten wir Fußball und Völkerball. Zum Abkühlen und Schwimmen ging es dann ab ins Wasser. An den Abenden wurde viel gespielt. Vor dem zu Bett gehen, wurde der Tag mit einer Andacht, die mal am Strand oder in den Dünen oder einfach in unserer Herberge stattfand, beendet. Natürlich wurde auch als Gruppe viel unternommen: an den Abenden fand das Wehrwolfspiel große Beleibtheit, ferner wurde ein Bibelquiz im Stil von „Wer wird Millionär“ gespielt, das die Frau von Pastor Zoske, Dr. Erika Mendoza, vorbereitet hatte. Bei einer Inselrallye mussten die Jugendlichen in ausgelosten Teams zusammengesetzt, Punkte auf der Insel wiedererkennen und mit ihren Fahrrädern anfahren, um dort kleine Aufgaben wie z.B. Sandburgen bauen oder Seilspringen erledigen.

Natürlich darf bei so einer Freizeit eine Wattwanderung nicht fehlen. Dazu besuchten wir einen Lehrpfad im Watt und erhielten eine interessante Einweisung durch einen Wattführer in die Pflanzen- und Tierwelt im Wattenmeer. Barfuß ging es über weiche Wiesen ab in den Schlick. Hier sollten wir Muscheln sammeln um diese anschließend zu beobachten, wie sie sich, wieder zurück auf den Boden gelegt,  in den Schlick eingruben. Auch durfte jeder auch mal einen echten Wattwurm in der Hand halten.

 

 

Das Wochenende war geprägt vom Bergfest, das von einem Festkomitee der Jugendlichen vorbereitet wurde und am Strand zwischen den Strandkörben stattfand. Am Sonntag besuchten wir einen ökumenischen Freiluftgottesdienst anlässlich des „Dörp Festes“ im Ortszentrum von Langeoog und am Abend das Konzert von dem Pastor und Liedermacher Clemens Bittlinger in der evangelischen Inselkirche. Hierbei blieb uns allen noch das Lied „Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn…“ als Ohrwurm in guter Erinnerung.

 

 

In der zweiten Woche spielten Justin Haarstick (Trompete), Jörg Nickel (Posaune), Leonard Steuernagel (Tuba) und Benjamin Adam (Cajon) an einem Abend in der Fußgängerzone eine Straßenmusik aus dem neuen Buch „Bläserklänge“, die großen Anklang bei den vorbeischlendernden Touristen fand. In nur 45 Minuten sammelte sich ein stattlicher Betrag von 55 € in Justins Trompetenkoffer an und die Musiker wurden sogar noch zum Eis eingeladen. Einige Zuhörer gaben sich dann als Posaunenchorbläser zu erkennen und fanden die Aktion ganz toll. Uns hat sie auch riesigen Spaß gemacht!

Leider waren die zwölf Tage schnell vorbei und die Rückreise stand für Freitag, den 07. August an. Nach dem Packen mussten die Zimmer natürlich noch „klar Schiff“ gemacht werden, die von Jörg abgenommen wurden. Dann das Gepäck und die Fahrräder zum Bahnhof. Nach der Bahnfahrt und der Überfahrt mit dem Fährschiff Langeoog II wartete bereits der Bus in Bensersiel auf uns. Die Rückfahrt verlief ohne Stau reibungslos und so wurden die Kids bereits von ihren Angehörigen in Bergkirchen erwartet. Nach einem gemeinsamen Lied hinter der St. Katharinenkirche verabschiedeten wir uns und jeder trat den letzten Rest seiner Heimreise an.

Insgesamt war die Freizeit ein toller Erfolg und hat sich bei den Teilnehmern auch musikalisch positiv ausgewirkt. Vielleicht bekommen wir in Zukunft wieder so eine Veranstaltung hin.

Dank gilt Pastor Reinhard Zoske der den größten Teil der Freizeit organisatorisch vorbereitet und sich auf das Experiment, uns Großenheidorner mitzunehmen, eingelassen hat.